Aktuelles bei wichern

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09.10. und 10.10.

Am Samstag und Sonntag (09.10. und 10.10.) bleibt unser „Café Luise“ in der Luisenstraße aus technischen Gründen geschlossen.

FAMILIEN-AKTIONSTAG IM WILDPARK AM 10.10.

Mit einem Familienaktionstag am Sonntag im Wildpark begehen wir den Welttag für psychische, seelische und geistige Gesundheit. Weil dieser internationale Tag am 10. Oktober unter dem Motto „Gemeinsam über den Berg- Seelische Gesundheit in der Familie“ steht, wurden im Wildpark viele Aktionen für die Familie geplant. Nach der Eröffnung der Veranstaltung mit einem Gottesdienst um 14.00 Uhr, gibt es um 15 Uhr und um 15.30 Uhr Yoga für Kinder und Erwachsene. Eine Bastelecke für Kinder, ein Familienparcours mit anschließendem Erinnerungsfoto, sowie Outdoor-Großspiele ermöglichen gemeinsame Aktivitäten. Außerdem gibt es Informationsmaterial über Selbsthilfegruppen, sowie Ansprechpartner zum Thema seelische Gesundheit. In einer Leseecke wird passende Literatur vorgestellt. Flyer, die für die Aktionszeit zum kostenlosen Eintritt in den Wildpark berechtigen, gibt es in der Kinder- und Stadtbibliothek, im Mikado und bei uns in der Luisenstraße. Auf der großen Grünen Schleife, die als Symbol für die Akzeptanz von psychischen Erkrankungen steht, können Besucher des Wildparks ihre eigenen kleinen Macken aufschreiben.

Gottesdienst im Wildpark

Zu einem öffentlichen Gottesdienst im Wildpark lädt am Sonntag um 10.30 Uhr die Wichern Diakonie ein. Seelsorger Frank Gründler freut sich über den Ortswechsel für den 14-tägigen Gottesdienst, der ansonsten in der Kapelle auf dem Diakonie-Gelände in der Luisenstraße stattfindet. „Die Festwiese im Wildpark mit dem großen Kreuz aus Birkenholz ist ein besonderer Ort“, findet er. Zumal passend zum Wildpark ein Esel in seiner Predigt eine zentrale Rolle spielen soll. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Kantor Markus Nicolaus. "Dank der Beschäftigten des Wildparks wird der Gottesdienst sehr gut vorbereitet sein", dankt Frank Gründler für das Engagement. Der Eintritt in den Wildpark ist für Gottesdienstbesucher frei. 

Tag der offenen Hospizbaustelle

Am 21. August können sich Interessierte ein Bild vom Neubau des Hospizes machen. Dann findet in der Bergstraße ein Tag der offenen Baustelle statt, wo man sich unter anderem schon die Aufteilung der Räumlichkeiten anschauen kann. Der Neubau des Hospizes wird den Bedürfnissen der Gäste noch besser gerecht werden. Alle Zimmer haben dann z. B. eine eigene Terrasse. Westentliches Ziel ist und bleibt die letzte Lebenszeit so gut wie möglich zu begleiten und zu gestalten. Dies gilt sowohl für die Gäste als auch ihre Angehörigen, darum bemühen sich die haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden tagtäglich. Die bisher dreizehn Plätze für Menschen, die eine stationäre Pflege und Betreuung benötigen, werden weiterhin zur Verfügung stehen.  Auch der Name Regine Hildebrandt zieht natürlich mit um. Die Mitarbeitenden des Hospizes begleiten pro Jahr etwa 140 Menschen auf ihrem letzten Weg. 

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10. Geburtstag des Tante Emma Ladens

Mit viel Glück kann am Geburtstag der 202.021 Besucher begrüßt werden

Wenn es beim Einkauf mal schnell gehen muss oder es etwas Besonderes aus der Region sein soll, dann ist der Tante-Emma-Laden in der Humboldt-Straße gegenüber des Kleist-Parks für viele Frankfurter ein beliebter Anlaufpunkt.

„Ursprünglich haben wir den Tante-Emma-Laden 2011 eröffnet, damit die Senioren, die in eine unserer 18 barrierefreien Wohnungen im Ensemble der Kießlingbauten eingezogen sind, einen kurzen Weg zum Einkaufen haben“, sagt Grit Hoffmann, Bereichsleiterin der Gronenfelder Werkstätten gGmbH. Das sogenannte Servicewohnen für ältere Frankfurter und Frankfurterinnen war und ist beliebt, einen Supermarkt in fußläufiger Nähe gab es aber nicht. Ganz auf die Bedürfnisse der Bewohner aus der Umgebung wurde dementsprechend auch das Sortiments des Ladens ausgerichtet. „Am Anfang hatten wir wirklich viele leere Regale“, schmunzelt Grit Hoffmann. „Ganz untypisch für ein Lebensmittelgeschäft, aber wir wollten wirklich schauen, was die Menschen haben möchten“. Nach diesen Wünschen richteten sich die Bestellungen aus und die Regale füllten sich immer mehr. Außerdem wurde ein Wäscherei- und Postservice eingerichtet.

Ein klein wenig fühlen sich die fünf Beschäftigten und die Gruppenleiterin Petra Schindler gar als Vorreiter. Vor zehn Jahren, als das Konzept für den Tante-Emma-Laden erdacht wurde, waren Regionalität und Bioprodukte bei Weitem noch nicht in aller Munde wie heute. Der Honig beispielsweise kommt vom Frankfurter Imker Lutz Theiss, die Wurst vom Oderbruchfleischer Klaus Kulicke. Die über ein Dutzend verschiedenen Frucht- und auch Sauerkrautsäfte werden unter anderem von der Kelterei Wilke aus Fredersdorf geholt.

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Fast ein wenig stolz klingt es, wenn Petra Schindler das außergewöhnlich umfangreiche Wildangebot von R&S Wildwaren aus Letschin empfiehlt. Egal ob Wildschweinschinken oder das Wildsteaks für den Grill, das Sortiment an Wildwaren ist breit gefächert. Dazu kommt natürlich das Angebot an Biogemüse und Bioobst. Viele Produkte wie die Kartoffeln und die Eier kommen dabei ebenfalls in Bioqualität direkt vom Landgut Gronenfelde. Am Dienstag und Mittwoch wird außerdem das selbst gebackene Brot aus der Backstube vom Landgut Gronenfelde geliefert. Die anderen Backwaren wie Brötchen und Kuchen kommen von der Dampfbäckerei Jannusch. Als Präsente oder zum selbstverbrauchen eignen sich die in der Manufaktur von der Frankfurterin Annelie Heine hergestellten Fruchtessige, Sirups oder verschiedenen Spezialsalze.

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Für einen kleinen Imbiss stehen Tische und Stühle im Laden bereit. Egal ob für eine Bockwurst oder Kaffee und Kuchen. "Viele genießen an heißen Tagen bei ihrem Snack auch die kühle Innenluft des klimatisierten Ladens", freut sich Petra Schindler über die Kundschaft.

Dabei war die zurückliegende Corona Zeit auch für die Beschäftigten eine Herausforderung und der Tante-Emma-Laden konnte beweisen, dass er aus dem Kiez nicht mehr wegzudenken ist. "Viele Menschen haben die großen Märkte gemieden und sind zu uns einkaufen gekommen", sagt die Ladenchefin. Dabei besonders im Visier der Käufer, die leckeren Fertiggerichte aus den „Hand in Hand Werkstätten“ in Cottbus. Dort wird frisch gekocht und das ganz ohne jegliche Zusatzstoffe. „Dadurch, dass viele Menschen im Homeoffice waren und auch die Senioren lieber zu Hause essen wollten, war die Soljanka, der Brühreis, das Frikassee und die anderen leckeren Sorten oftmals in Windeseile ausverkauft. Jetzt hat sich der Andrang wieder etwas beruhigt, die Nachfrage ist aber trotzdem noch sehr gut“, erklärt sie.

Oberste Aufgabe der Wichern Diakonie und auch der Gronenfelder Werkstätten ist freilich die Arbeit mit beeinträchtigten Menschen und die können wichtige Erfahrungen im Laden sammeln. „Unseren Kunden ist durchaus bewusst, wo sie einkaufen und das es mal ein ganz klein wenig länger dauern kann“, so Grit Hoffmann. „Bei den Beschäftigten kann man eine tolle Entwicklung beobachten“, freut sie sich. Ein Mitarbeiter, der Einzelhandelskaufmann gelernt hat, wurde durch eine Krankheit so aus der Bahn geworfen, dass er gar nicht mehr arbeiten konnte. Jetzt im Tante-Emma-Laden ist er wieder in den Arbeitsprozess integriert, freut sich auch Petra Schindler. Andere der Beschäftigten lernen den Umgang mit Geld und Zahlen und die sind nicht zu verachten. Denn immerhin konnten in den zehn Jahren über 200.000 Kunden im Tante-Emma-Laden begrüßt werden.

"Wenn alles gut geht, können wir am Tag des Geburtstages am 28. Juli den 202.021 Besucher begrüßen", so Petra Schindler. Außerdem kann man am Geburtstag von 14-16 Uhr verschiedene Produkte verkosten und sich mit einem Stück Geburtstagstorte den Tag versüßen.