Schuldner- und Insolvenzberatung

Allgemeine Informationen

Kontakt:
Reiner Hempe, Leiter
Franz-Mehring-Straße 20
15230 Frankfurt (Oder)
Telefon: 0335 56 45 846
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir sind für Menschen da, die durch Schulden belastet und in psychosoziale Konflikte geraten sind. Sie finden bei uns fundierte Hilfe, kompetente Beratung und einfühlsame Begleitung. Wir stellen Ihnen unsere Erfahrungen im Umgang mit Gläubigern und Ämtern und unser Moderations- und Verhandlungsgeschick zur Verfügung. Wir arbeiten für Sie kostenlos, streng vertraulich sowie unabhängig von Finanzdienstleistern, Versicherungen und Behörden.

Sie befinden sich in finanzieller Not und finden keinen Ausweg? Ihnen liegen Forderungen aus Krediten, Darlehen, Bestellungen und Verträgen vor, die Sie nicht bedienen können? Dem Umgang mit Instanzen und Behörden fühlen Sie sich nicht gewachsen? Ihre Schulden belasten Sie und Ihre Familie, und Sie fühlen sich in Ihrer Existenz bedroht? Sie fühlen sich zunehmend isoliert?

Wir helfen Ihnen, Ihre tatsächliche finanzielle Situation und die damit verbundenen Probleme zu erkennen. Wir beraten Sie über Schritte aus der Notlage sowie über rechtliche Hintergründe und Zusammenhänge. Bei Bedarf verhandeln für Sie mit Gläubigern und erarbeiten ein Schuldenregulierungskonzept. Im Umgang mit Ämtern, Inkassobüros und dem Gerichtsvollzieher stehen wir an Ihrer Seite. Bei Konflikten bieten wir Ihnen psychosoziale Begleitung an.

Das gemeinsame Ziel ist, dafür zu sorgen, dass Sie zukünftig Ihre finanziellen Angelegenheiten eigenverantwortlich regeln können.

Das Erstgespräch

Eine gute Vorbereitung hilft uns, Ihre Probleme schnell zu beurteilen, die richtigen Maßnahmen zu treffen und Ihr Anliegen zeitnah zu bearbeiten. Je vollständiger die Unterlagen im Erstgespräch sind, desto schneller können wir für Sie handeln. Bitte versuchen Sie, alle aussagekräftigen Unterlagen (möglichst sortiert) mitzubringen, damit Sie sich und wir uns einen genauen Überblick verschaffen können. 

Benötigte Unterlagen für das Erstgespräch
  • Personalausweis
  • Kontoauszüge
  • Aktuellen Einkommensbescheid (Gehaltsabrechnung, Rentenbescheid, Bewilligungsbescheid des Jobcenters usw.)
  • Ordnen Sie Ihre Gläubigerunterlagen und bringen Sie diese ebenfalls mit (Rechnungen, Mahnungen eidesstattliche Versicherung usw.).
  • Erstellen Sie eine Gläubigerliste.
  • Listen Sie Ihr gesamtes Vermögen auf (Lebensversicherung, Sparguthaben, Forderungen gegen Dritte usw.).
  • Erstellen Sie ein Vermögensverzeichnis.
  • Listen Sie Ausgaben und Einnahmen auf.
  • Erstellen Sie einen Haushaltsplan.

Wenn wir im Erstgespräch feststellen, dass Gläubigerunterlagen fehlen, dann besteht die Möglichkeit die fehlenden Informationen durch eine schriftliche Nachfrage einzuholen.
Adressen für weitere Gläubigerunterlagen
  • Bürgel Frankfurt (Oder) Dunger GmbH | Carthausplatz 1 | 15230 Frankfurt(Oder)
  • InFoScore Consumer Date (ICD) | Rheinstraße 99 | 76532 Baden-Baden
  • Creditreform Boniversum GmbH | Hellersberg Straße 14 | 41460 Neuss
  • Amtsgericht Frankfurt(Oder) | Müllroser Chaussee 55 | 15236 Frankfurt(Oder)

Sie können folgende Musterschreiben nutzen: Schufa-Selbstauskunft oder Selbstauskunft-Kreditauskunft

Verbraucher-insolvenzverfahren

Wenn erkennbar wird, dass Sie Ihre Verbindlichkeiten in einem überschaubaren Zeitraum nicht abtragen können, kann ein Verbraucherinsolvenzverfahren für Sie infrage kommen. Dabei durchlaufen Sie eine Art „Privatkonkursferfahren“. Am Ende des Verfahrens steht die sogenannte »Restschuldbefreiung«. Das bedeutet, dass man von den dann noch vorhandenen Schulden befreit werden kann. Damit ist ein wirtschaftlicher Neuanfang möglich. Wir sind seit 2001 als »Geeignete Stelle für Insolvenzverfahren« entsprechend § 3 Bbg. Durchführungsverordnung zur InsO anerkannt. Der § 305 InsO schreibt vorrangig eine außergerichtliche Einigung zwischen Gläubiger und Schuldner vor. Erst wenn diese Einigung gescheitert ist, kann ein Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt werden. Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist in 4 Phasen unterteilt:

Der Verfahrensablauf

Phase I – Der außergerichtliche Einigungsversuch
Hier wird den Gläubigern ein Schuldenbereinigungsplan vorgelegt. Wenn die Gläubiger den Plan ablehnen, ist der gescheitert. Wir können versuchen, eine Einigung herbeizuführen. Bei endgültigem Scheitern des Schuldenbereinigungsplans, wird beim zuständigen Amtsgericht ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Dafür benötigen Sie eine Bescheinigung einer anerkannten Beratungsstelle, die wir Ihnen ausstellen.
Phase II – Der gerichtliche Schuldenbereinigungsplan
Hier versucht das Gericht noch einmal, eine Einigung mit den Gläubigern herbeizuführen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann das Gericht die Zustimmung der Gläubiger zum gerichtlichen Schuldenbereinigungsplan erzwingen. Einen Plan für das gerichtliche Schuldenbereinigungsvefahren erstellen wir mit Ihnen.
Phase III – Das Insolvenzverfahren
Scheitert auch der gerichtliche Schuldenbereinigungsplan, wird ein Insolvenzverfahren eröffnet. Die Masse (das Vermögen) wird verteilt und das Gericht bestellt einen Treuhänder.
Phase IV – Die Treuhand- bzw. Wohlverhaltensperiode
Das Insolvenzverfahren endet mit der Ankündigung der Restschuldbefreiung und der Aufhebung des Verfahrens. Dann beginnt die Wohlverhaltensperiode. In dieser wird der pfändbare Teil des Einkommens an den Treuhänder abgetreten und von diesem an die Gläubiger verteilt. Man muss also in dieser Zeit vom pfändungsfeien Einkommen leben. Maßgebend ist hierbei die Pfändungstabelle nach § 850 c ZPO. Die Wohlverhaltensperiode dauert 6 Jahre, wobei die Zeit ab Insolvenzeröffnung zählt. Ist die Wohlverhaltensperiode beendet, spricht das Insolvenzgericht nach Erfüllung aller Obliegenheiten die Restschuldbefreiung aus.
Wer kann das Verfahren in Anspruch nehmen?
  • Alle Personen, die nie selbstständig waren.
  • Alle ehemaligen Selbstständigen, die weniger als 20 Gläubiger und keine Schulden aus ehemaligen Arbeitsverhältnissen haben.
Was kostet das Verfahren?
Die Kosten des Verfahrens von etwa 2.000 Euro werden aus der Masse (dem Vermögen) des Schuldners bestritten. Sollte diese dafür nicht ausreichen, wird ein Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten gestellt. Wird pfändbares Einkommen während der Wohlverhaltensphase erzielt, so wird dies zuerst zur Deckung der Kosten verwendet. Nach Erteilung der Restschuldbefreiung stellt das Gericht die Schlussrechnung. Wenn Sie die Kosten dann immer noch nicht begleichen können, können Sie einen Antrag auf Prozesskostenhilfe stellen. Hierbei ist zu beachten, dass jetzt nicht mehr die Pfändungstabelle § 850 c ZPO angewendet wird, sondern die Berechnungsgrundlage der §§ 114 ff ZPO. Hier sind dann in der Regel Raten zu zahlen, jedoch maximal für 48 Monate.

Weitere Angebote der Schuldner- und Insolvenzberatung

Informationsveranstaltungen

In Einzelveranstaltungen informieren wir über:

  • Abtretung, Pfändung, Unterhalt
  • Mahn- und Vollstreckungsverfahren
  • Verbraucherinsolvenzverfahren
  • Gläubigerarten, Schuldenarten
  • Prävention

Termine für solche Veranstaltungen teilen wir Ihnen telefonisch mit: 0335 564 58 46

Beratung in der Haushalts- und Budgetplanung

Wir haben festgestellt, dass das Erstellen eines Haushaltsplanes nicht so anspruchslos ist, wie es auf den ersten flüchtigen Blick erscheint.

Es beginnt damit, dass beim Eintragen der festen Ausgaben die Zahlungen in monatliche Beträge umzurechnen sind. Bei Ausgaben, die sich monatlich ändern können (z.B. Telefon), ist es sinnvoll, den Durchschnitt aus den letzten drei bis sechs Monaten zu ermitteln.

Schwieriger wird es oft, wenn nicht bekannt ist, wie viel Geld momentan für Ernährung, Körperpflege, Genussmittel usw. monatlich ausgeben wird. Dann ist es sinnvoll und notwendig, ab sofort ein Haushaltsbuch zu führen und konsequent Kassenzettel und Quittungen zu sammeln.

Bei der Prüfung der monatlichen Einnahmen können wir dazu beraten, ob ein Anspruch auf ergänzende Sozialleistungen besteht. Wir sprechen mit Ihnen über Ihre finanziellen und persönlichen Planungen. Sie selbst wissen, was Ihnen wichtig ist – unsere Beraterinnen und Berater können Ihnen jedoch aus unabhängiger und objektiver Sicht bei der Einschätzung helfen, ob Sie sich diese und andere Ausgaben auf Dauer leisten können. Wir können Ihnen Orientierungshilfen geben bei der Entscheidung über Geldausgaben und Haushaltsplanungen.