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Hospizeinweihung in der Bergstraße

Nach nur 14-monatiger Bauzeit konnte der Ersatzneubau des Hospizes der Wichern Pflegedienste gGmbH in der Bergstraße am vergangenen Sonnabend feierlich eröffnet werden. Vor allem viel Farbe und eine großzügige Gestaltung überraschen in den Räumen.

„Ziel für die Planung war es, dem Thema Sterben, Tod und Trauer, das eher mit Dunkelheit und Schwere assoziiert wird, baulich etwas entgegenzusetzen. So wurden die Themen Licht, Weite, Schutz und sich geborgen und sicher fühlen prägend“, erklärt Susanna Knüppel als Geschäftsführerin der Wichern Pflegedienste gGmbH . „In die Planungen flossen auch unsere 20 Jahre Erfahrung mit den Wünschen und Bedürfnissen der Hospizgäste und ihrer Angehörigen ein“.

Auf insgesamt 5.500 Quadratmeter erstreckt sich das blickgeschützte und dennoch zentral gelegene Grundstück, dass sich hinter der ersten Bebauungslinie in der Bergstraße befindet. Das Areal war früher der Wirtschaftshof der Stadt, aber schon einige Jahre außer Betrieb. Auch auf besondere Nachhaltigkeit wurde beim Neubau geachtet. Auf dem Dach des Hauses, mit 1.150 Quadratmeter Wohnfläche, steht eine Fotovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher. Der so produzierte Strom betreibt die Wärmepumpe und sorgt teilweise für Heizung und Warmwasser.

Wie schon im alten Hospiz in der Kantstraße, wird auch das neue Haus 13 Bewohnerzimmer mit eigenem Bad haben. Jedes Zimmer hat außerdem eine eigene sichtgeschützter Terrasse. Ein großes Gemeinschaftswohnzimmer mit offener Küche und Esszimmer lädt zum verweilen ein. Der Aufenthalt in der Badelandschaft mit großzügiger Badewanne wird durch einen sehr realen Meerblick abgerundet. "Außerdem gibt es auch ein Zimmer für die Übernachtung von Angehörigen", so Susanna Knüppel. Der Raum der Stille wurde für die Gäste und Angehörige als Ort für Rückzug, Besinnung und Gedenken geschaffen. Ein Kunstwerk von Christian Masche in der Raummitte lässt dabei viel Freiraum für jede Art von Spiritualität. Insgesamt wurden 2,5 Millionen Euro verbaut. Bauherr Michael Schönherr zeigte sich mit dem Ablauf der Bauarbeiten zufrieden. „Trotz Corona Pandemie und schwieriger Baustoffversorgung konnten wir im Zeitplan bleiben“, sagt er bei der Eröffnung des Hauses.

Mit der Eröffnung des neuen Hospizes jährt sich bei der Wichern Diakonie auch die Arbeit des ehrenamtlichen Hospizdienstes zum 20. Mal. Auf dem anlässlich dieser zwei Ereignisse abgehaltenen Gottesdienst in der St. Georg Kirche freute sich der Vorstand der Wichern Diakonie Kai Stähler in seinem Grußwort nicht nur über die Fertigstellung des Baus, sondern dankte neben den hauptamtlichen Mitarbeitern, besonders auch den früheren und jetzigen ehrenamtlichen Mitarbeitern des ehrenamtlichen Hospizdienstes für ihr großes Engagement. Der ehemalige Vorstand Matthias Kube erinnerte an die Eröffnung des Hospizes vor zwanzig Jahren in der Kantstraße, schlug aber auch den Bogen zu den Herausforderungen der aktuellen Hospizarbeit.  Oberbürgermeister René Wilke stellte in seinen Worten die große Wichtigkeit der Hospizarbeit der Wichern Diakonie für Menschen auf dem letzten Teil ihres Lebensweges heraus.

 Der Neubau war erforderlich geworden, weil das bisherige Haus in der Kantstraße nicht mehr den modernen Anforderungen an die Hospizarbeit gerecht wurde. Besonders die fehlende komplette Barrierefreiheit stellte eine weitere Nutzung infrage. "Es waren gerade sehr anspruchsvolle Tage für alle", so Susanna Knüppel." Jetzt gibt es nicht nur für die Hospizgäste optimale räumliche Bedingungen, sondern auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine tolle Arbeitsatmosphäre".

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