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Hilfe für Kita Nr. 34 in Sumy

"Es ist ein wirkliches Langzeitprojekt, dass in absehbarer Zeit auch nicht enden wird", sagt Lars Rinner vom Begleitenden Dienst der Wichern Wohnstätten. Er ist bei der Wichern Diakonie der verantwortliche Mitarbeiter für die Sumy Hilfe. Die Stadt Sumy liegt ca. 400 km nordöstlich von Kiew, dicht an der russischen Grenze.

Im Jahre 1995 wurde der Verein Förderkreis Sumy-Hilfe e.V. mit damals 40 Mitgliedern und Spendern gegründet. Auch die Wichern Diakonie war dabei.

Während sich der Förderkreis vor allem um die Schule für Menschen mit geistiger Behinderung kümmert, ist die Wichern Diakonie in erster Linie der Partner für den Kindergarten Nr. 34, in welchem auch viele Kinder mit geistiger Behinderung, Körper- und Mehrfachbehinderung betreut werden. Das gemeinsame Ziel ist es, bei der Verbesserung der Lern- und Lebensbedingungen für Menschen mit geistiger Behinderung in der Stadt Sumy in der Ukraine zu helfen. Seitdem gibt es einen regen Austausch und jährliche gemeinsame Hilfstransporte in die Ukraine. Gerade erst sind wieder zwei Busse aus der Ukraine zurückgekehrt, darunter auch ein Fahrzeug der Wichern Diakonie. In Frankfurt und Umgebung hat sich ein Netzwerk von Firmen und Einrichtungen gebildet, die als Sponsoren für das Projekt Sachspenden zur Verfügung stellen. So ist die Firma Firchau genauso wie der Gastronomieausstatter Thiele, die Oderland- Apotheke, der ev. Kindergarten St. Georg und die Burgdorfschule der Samariteranstalten in Fürstenwalde als Untertützer dabei. Schuhe, sowie Spiele oder Bücher, die sich auch ohne Sprache erklären, aber auch Bastelsachen, Kosmetikartikel und Vitaminpräparate waren als Sachspenden gefragt. Außerdem wurden Kinderrollstühle, sowie ein Kinderfahrrad und ein Kickertisch mit auf die 1700 Kilometer lange Reise geschickt. „Wie in jedem Jahr war das Beladen des Transporters eine besondere Herausforderung“, so Lars Rinner. „Knifflig und anstrengend“, so bezeichnet der Koordinator des Projektes die Aufgabe, alles in einem Transporter unterzubekommen. Dank der zahlreichen Hilfe der Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedensten Bereichen ist dies aber schlussendlich gelungen, bevor sich der blaue VW-Bus der Wichern Diakonie in Richtung Osten auf den Weg machte. Zwei Fahrer wechselten sich ab und Lars Rinner hatte sich vorab noch eine kleine Überraschung für die Einrichtung in Sumy aufgehoben.

So sind neben Sachspenden auch Bargeldspenden wichtig, denn die finanzielle Ausstattung des Kindergartens ist bei weitem nicht ausreichend. In den ersten Jahren wurde eine Cent- Sammelaktion ins Leben gerufen, bei der Mitarbeiter, Bewohner und Beschäftigte der Gronenfelder Werkstätten in Sammelhäuschen aus Keramik immer wieder Kleingeld einwerfen konnten. Die Aktion diente dazu, im Kindergarten nach und nach und mit Hilfe der Baufirmen vor Ort 180 neue Fenster einzubauen. Dies ist jetzt abgeschlossen, doch gerade in der jetzigen Zeit mit Krieg und Mangel benötigt der Kindergarten weiterhin viel Unterstützung. Der Bedarf ist dabei sehr vielfältig. Ersatzteile oder neue Reifen für den Bus, eine eingefrorene Wasserleitung oder andere Reparaturen im Kindergarten sind nötig, aber auch Arbeitsmittel für die Gruppen und Obst und Gemüse für die Kinder können so finanziert werden. „Wir haben vorher nicht verraten, wie viel Geld für Sumy insgesamt gesammelt werden konnte“, sagt Lars Rinner. Im Frühjahr 2021 wurde schon vorab und unkompliziert auf Bitte der Leiterin des Kindergartens Ludmilla Shramko mit der Überweisung einer 1000 Euro aus den eingegangenen Barspenden geholfen, weil eine Gruppe für Kinder mit Autismusspektrumsstörungen eröffnet werden sollte. Das Geld wurde dringend dafür benötigt, um den Sanitärbereich für die Kinder umzubauen. "Das zeigt uns wirklich, wie viel Gutes unsere Spenden bewirken können", so Lars Rinner. Noch mehr hat alle Beteiligten bei Wichern gefreut, dass beim Hilfstransport im Herbst weitere 2800 Euro als Barspende mitgegeben werden konnte. Neben Spenden von Mitarbeitern, Bewohnern, Beschäftigten und Klienten der Wichern Diakonie und Kunden des Bioladens oder des Tante-Emma-Ladens beteiligt sich auch immer der Verein der Wichern Diakonie, vertreten durch den Vorstand Herrn Stähler an den Aktionen. Der Dank der guten Taten sind glückliche Kinder in der Ukraine und regelmäßige Schreiben der Einrichtungsleiterin, die auch über die Fortschritte dort informiert.

Kollegen der Seniorenbetreuung BWH beim Sortieren

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Die Kinderrollstühle der Firma TBK